Atem. Stille

So heißt ein Gedichtband von Christine Haidegger. In der Celan und Nelly Sachs-Nachfolge gehalten, münden viele Gedichte in schönen Schlußstrophen: „Am Kreuz / erstickt/ lautlos / ein gekrümmter Jesus / unter Blattgold“ Oder: „als das Gras / sanft war / und grün / unter unseren lachenden Füßen“

Im Ton fast durchgehend melancholisch, manchmal offen depressiv gestimmt, berichten diese Gedichte häufig so von einer Ausweglosigkeit, als schwinge Erstaunen darüber mit, noch nicht die letzte Konsequenz daraus gezogen zu haben...

Literatur und Kritik, O.P. Zier

 

„Atem. Stille“, Lyrik, Grasl, 1993

 

 

 

 

Atem.Stille